Untertunnelung ist die mit Abstand umweltverträglichste Variante

Eine Untertunnelung Mörlenbachs hat gegenüber einer Ostumgehung eine Reihe unbestreitbarer Vorteile:

·   Sie stellt die mit Abstand umweltverträglichste Variante dar.

·   Sie kollidiert im Gegensatz zur O2 an keiner Stelle mit dem europäischen, deutschen und hessischen Naturschutzrecht.

·   Sie nimmt im Gegensatz zur O2, die nahezu in ihrer Gänze im Landschaftsschutzgebiet Bergstraße/Odenwald liegt, fast kein Landschaftsschutzgebiet in Anspruch und bringt im Gegensatz zur O2 keine gravierend negativen Eingriffe ins Landschaftsbild mit sich.

·   Sie schafft im Gegensatz zur O2 nicht nur Verkehrsentlastung für die Anwohner an der B 38 und L 3120 in Mörlenbach-Mitte, sondern kann auch in Weiher und Kreidach zu einer Entlastung führen, wenn der dortige Durchgangsverkehr durch verkehrslenkende Maßnahmen auf die L 3409 verlagert wird.

·   Sie nimmt im Gegensatz zur O2 fast keine landwirtschaftliche Nutzfläche in Anspruch, weder durch die Baumaßnahme selbst noch durch erforderlich werdende naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahmen.

·   Die W4 zerstört im Gegensatz zur O2 kein für sehr viele Menschen wichtiges Naherholungsgebiet.

·   Sie bringt weniger Abgasemissionen mit sich, da sie kürzer als die O2 ist und keine starken Gefällstrecken aufweist.

·   Sie ist wesentlich schneller realisierbar, da sowohl Gemeinwohlbelange (wie z.B. Natur- und Landschaftsschutz) als auch Privatinteressen (wie z.B. Eigentum an Grund und Boden) von ihr im Gegensatz zur O2 kaum betroffen sind.

·   Sie beansprucht im Gegensatz zur O2 keinen Regionalen Grünzug, der zu Lasten von bereits im Raumordnungsplan ausgewiesenen Siedlungs- und Gewerbeflächen ausgeglichen werden muss.

Für den BUND stand nie in Frage, dass eine Umgehung der Kommunen Weinheim, Birkenau und Mörlenbach notwendig ist.
Doch damals wie heute kämpft der BUND dafür, dass die umweltverträglichste und damit menschenfreundlichste Lösung zum Zuge kommt.

Planer und Politiker blockieren, deshalb bringt der BUND die Variante M1

Doch auch heute wehren sich Planer und Politiker aus unerfindlichen Gründen erneut gegen eine Untertunnelung. Die W4 (Tunnelvariante im Westen) ist vom Amt für Straßen- und Verkehrswesen Bensheim (ASV) so vorgegeben, dass die Kosten unnötig in die Höhe getrieben werden. So ist beispielsweise ein befahrbarer Flucht­stollen von rund 1 km Länge eingeplant, obwohl nach den geltenden Sicherheitsvorschriften auch wesentlich kostengünstigere Fluchttreppenhäuser in Frage kämen. Enorm kostentreibend wirkt sich auch die zweimalige Unterquerung der Bahngeleise auf der Höhe des HL-Marktes aus, obwohl man dies durch Verlegung der Tunnelführung nach Osten problemlos hätte vermeiden können.

Der BUND hat deshalb eine Variante ausarbeiten lassen, die diese Nachteile vermeidet, das Verkehrsproblem dennoch löst und sogar noch kostengünstiger als die O2 (Ostumgehung) ist. Diese Variante, die Mörlenbach nicht im Westen (wie die Variante W4), sondern gleichsam in der Mitte untertunnelt, bezeichnet der BUND als Variante M1.

Untertunnelung entlastet alle, Mörlenbach-Mitte, Weiher und Kreidach

Die Ostumgehung (O2) bindet die L 3120 auf der Höhe des Stausees an. Das hätte eine erhebliche Verkehrszunahme durch Weiher und Kreidach zur Folge, weshalb sich immer mehr Bürgerinnen und Bürger dieser Ortsteile gegen die O2 und für eine Tunnellösung aussprechen. Denn dadurch könnte der Überwaldverkehr über die L 3409 angebunden und Weiher und Kreidach vom Durchgangsverkehr entlastet werden. Während die O2 Mörlenbach-Mitte entlasten, dafür aber Weiher und Kreidach zusätzlich belasten würde, könnte man mit einer Tunnellösung eine Entlastung aller Betroffenen erreichen.

Alle hessischen Naturschutzverbände für Tunnellösung und gegen O2

Karte Entlastung

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Der BUND steht in der Frage der Verkehrsproblemlösung für Mörlenbach nicht alleine. Alle in Hessen nach dem Bundesnaturschutzgesetz anerkannten Naturschutzverbände unterstützen in ihrer gemeinsamen Stellungname eine Tunnellösung und lehnen die O2 ab. Das liegt vor allem daran, dass die O2 mit erheblichen Eingriffen in Natur und Landschaft verbunden wäre, die sich durch eine Tunnellösung vermeiden lassen.

 

 

 

 

 

Presseartikel zu anderen Tunnelbauvorhaben:
Tunnel Bad Ems
Tunnel Nieder-Ramstadt

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Plan der Variante M1
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Nachträgliche Stellungnahme zur M1 (pdf-Datei)